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Max Ernst Stipendium

19.09.2019 bis 11.10.2019

Max Ernst Stipendium 2020

2020 wird das Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl zum 50. Mal online mit Vorjurierung ausgelobt. Aus Anlass des Geburtstages des in Brühl geborenen weltbekannten Künstlers Max Ernst wird der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis jedes Jahr verliehen. Teilnahmeberechtigt für das Max Ernst-Stipendium sind alle Kunstschaffenden, die am 2. April 2020 nicht älter als 35 Jahre sind und sich noch in der Ausbildung an einer Kunstakademie, Kunsthochschule oder einer vergleichbaren Einrichtung befinden. 

Max Ernst Stipendium 2020

2020 wird das Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl zum 50. Mal online mit Vorjurierung ausgelobt. Aus Anlass des Geburtstages des in Brühl geborenen weltbekannten Künstlers Max Ernst wird der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis jedes Jahr verliehen. Teilnahmeberechtigt für das Max Ernst-Stipendium sind alle Kunstschaffenden, die am 2. April 2020 nicht älter als 35 Jahre sind und sich noch in der Ausbildung an einer Kunstakademie, Kunsthochschule oder einer vergleichbaren Einrichtung befinden. 

Bis zu fünf Arbeiten wie Gemälde, Plastiken, Fotografien, Druckgrafiken, Objekte oder Videos/Multimedia-Werke können mit dem Onlien-Bewerbungsbogen zur Begutachtung durch eine hochkarätige Fachjury eingereicht werden.

Für die Öffentlichkeit werden sämtliche eingereichte Arbeiten aus der Endrunde unter dem Motto „Blick hinter die Kulissen“ am 18. und 19. Januar 2020 die Pforten an attraktiven Präsentationsorten in der Kultur- und Erlebnisstadt Brühl geöffnet. 

Das Preisgeld wird zu gleichen Teilen von der Stadt Brühl und der Max Ernst Gesellschaft e.V. zur Verfügung gestellt. Der/Die Preisträger/in erhält zusätzlich eine Einzelausstellung in Brühl, die am 2. April 2019 beginnt. Zudem behält sich die Stadt Brühl vor, ein Werk anzukaufen, welches dann dauerhaft in der städtischen Sammlung „Junge Kunst“ im öffentlichen Raum, im Rathaus A der Stadt Brühl, zu sehen ist.

 

Bewerbung für das Stipendium

 

Teilnehmen kann jeder Künstler (m/w/d), welcher sich noch in der Kunstausbildung befindet und nicht älter als 35 Jahre alt ist. Um teilnehmen zu können, ist es erforderlich, das hier zum aktuellen Zeitpunkt zum Download bereitstehende Bewerbungsformular mit der Angabe der persönlichen Daten, des künstlerischen Lebenslaufes sowie einer Beschreibung von bis zu fünf zum Wettbewerb einzureichende Arbeiten auszufüllen und dieses fristgerecht an die Stadt Brühl zu senden. Danach nimmt die Bewerberin bzw. der Bewerber automatisch an der Vorauswahl teil. Die Jurierung der Endrunde erfolgt anhand der im Bewerbungsbogen angekündigten Original-Arbeiten in Brühl.

https://formulare.kdvz-frechen.de:443/metaform/Form-Solutions/sid/assistant/59d5fe39e4b0871c28f4df6b

 

Zusammensetzung der Jury

Die Jury wird alljährlich vom Ausschuss für Kultur, Partnerschaften und Tourismus bestimmt. Sie setzt sich aus Kunstschaffenden, Kunsthistorikerinnen, Kunsthistorikern, einer Vertreterin bzw. einem Vertreter aus der Brühler Einwohnerschaft, dem Vorsitzenden der Max Ernst Gesellschaft e.V. sowie dem Bürgermeister der Stadt Brühl zusammen.

Die in der Jury vertretenen Kunsthistorikerinnen, Kunsthistoriker sowie Künstler sollten dem Werk von Max Ernst in besonderer Weise nahestehen.

Die Jurymitglieder im Jahr 2019

Juryvorsitzende Dr. Arta Valstar-Verhoff (Bonn)
Dr. Dirk Teuber (Baden-Baden)
Dr. Stefan Kraus (Köln)
Dr. Achim Sommer (Bonn)
Dr. Jürgen Pech (Bonn)
Prof. Jürgen Klauke (Köln)
Lutz Fritsch (Köln)

Als sachkundiger Vertreter der Brühler Einwohnerschaft gehörte im Jahr 2019 Günther Frerker der Jury an, zudem Dieter H. A. Gerhards, 1. Vorsitzender der Max Ernst Gesellschaft e.V. Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Partnerschaften und Tourismus, Hanns-Henning Hosmann, hat das Recht, mit beratender Stimme an der Sitzung teilzunehmen. Der Bürgermeister der Stadt Brühl, ist laut Satzung geborenes Mitglied der Jury.

Mit großer Dankbarkeit blickt die Jury auch auf das langjährige Wirken von Prof. Dr. Eduard Trier (†), Martin Noël (†), Prof. Dr. Werner Spies, Dr. Helmut R. Leppien (†), Prof. Dr. Christa Lichtenstern sowie Dr. Eva Stüncke (†) und Karl Gutbrod (†) zurück, die mit ihren Sichtweisen das Stipendium maßgeblich mitgeprägt haben.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

  • Wer ist meine Ansprechperson, wenn ich Fragen habe? Frau Freericks, Tel 02232  50 79 22, Mail
  • Was ist eine Kunstausbildung\\\" im Sinne der Ausschreibung? Sie sollten Studierende einer europäischen Kunstakademie oder Hochschule der Bildenden Künste sein. Meisterschülerinnen oder Meisterschüler gelten in diesem Sinne gleichfalls als Studierende, insofern sie nicht älter als 35 Jahre alt sind.
  • Ist der Wettbewerb räumlich beschränkt? Wir freuen uns über Wettbewerbsteilnahmen aus dem In- und Ausland. Allerdings erfordert der Gleichbehandlungsgrundsatz, dass auch Bewerberinnen und Bewerber aus dem benachbarten Ausland Originalwerke in Brühl einzureichen haben.
  • Welche Arbeiten können eingereicht werden? Grundsätzlich ist das Max Ernst-Stipendium für alle künstlerischen Ausdrucksformen offen. Zur Beurteilung der Förderungswürdigkeit können bis zu fünf Arbeiten aus dem Entstehungszeitraum der letzten 3 Jahre in Brühl eingereicht werden, die allerdings aus organisatorischen Gründen folgende Dimensionen nicht überschreiten dürfen:

    Höchstmaß: 1,5 m x 2 m
    Höchstgewicht: 20 kg
    Objekte, Plastiken, Skulpturen und Installationen: nur nach vorheriger Absprache

    Es werden nur Originalarbeiten berücksichtigt, d.h. bitte liefern Sie keine Mappen mit Abbildungen ihrer Werke ein. Hiervon ausgenommen sind natürlich Fotografien, die von Ihnen als eigenständige künstlerische Ausdrucksform betrachtet werden.

    Videobeiträge / Multimedia Werke müssen mittels handelsüblicher Mediaplayer (z.B. im Format MP4, mov, wma, wav) abspielbar sein. Eingereicht werden können diese, gemeinsam mit dem Bewerbungsbogen, auf digitalen Datenträgern (CD, DVD, Datensticks, SD-Karten etc.)
  • Wie sind die Arbeiten zu sichern? Wir können lediglich Arbeiten annehmen, die mängelfrei sind und die - bei pfleglicher Behandlung - nicht leicht beschädigt werden können.

    Bitte achten Sie bei Malerei darauf, dass deren Oberflächen nicht mehr feucht, klebend oder mit einem dickem Farbauftrag versehen sind, der sich eindrücken lässt. Für solche Arbeiten können wir keinen Versicherungsschutz übernehmen. Gegen ein Verwischen sollten sie ausreichend geschützt sein. 

    Papierarbeiten / Fotoarbeiten / Digital-Plots sind mit einem fixen Oberflächenschutz und einem Knickschutz einzureichen. Rahmen sind optimal, gerne auch Präsentationsmappen. Sollten ihre Arbeiten die Größe handelsüblicher Rahmen oder Mappen (größer als Din A 0) übersteigen, bitten wir dringend um vorherige telefonische Rücksprache. Papierrollen oder nur mit einer Lage (Seiden-)Papier voneinander abgegrenzte Arbeiten sind vom Versicherungsschutz ausgenommen.

    Arbeiten mit Kreide, Pastell, Bleistiften, Wachsstiften, die auch bei leichter Berührung bereits einen Abrieb zur Folge haben können, sind zu fixieren und mit einem festen Oberflächenschutz zu versehen. Sonst übernehmen wir keinen Versicherungsschutz.

    Sollten Sie Objekte / Skulpturen / Plastiken / Installationen einreichen und vor Ort aufbauen wollen, ist dies nur nach vorheriger Absprache möglich. Für den Aufbau ihrer Arbeiten steht nur eine begrenzte Fläche im historischen Kapitelsaal des Rathauses zur Verfügung. Dort ist es aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten heraus absolut verboten, Objekte an der Wand anzubringen. Sollte dies notwendig sein, steht eine eingeschränkte Zahl von Stellwänden / Kojen zur Verfügung. Hier gilt: Wer zuerst kommt, baut zuerst auf. Die Stadt Brühl kann Ihnen leider keinen Fundus von Sockeln, Stelen etc. zur Präsentation von Kleinskulpturen zur Verfügung stellen.

    Für Multimedia-Präsentationen gilt, dass wir grundsätzlich kein Equipment zur Verfügung stellen können. Eingereichte DVDs werden der Jury vor Ort an einem Flachbildschirm gezeigt. Sollten Sie eine solche Präsentation in ein Raumkonzept verbinden wollen, müsste das Equipment selbst mitgebracht werden.
  • Wie werden die Arbeiten präsentiert? Da es sich bei den Wettbewerbsräumlichkeiten weitgehend um eine denkmalgeschützte Architektur handelt, ist es leider nicht möglich, Arbeiten an Wänden zu befestigen. Es steht lediglich eine gewisse Zahl von mobilen Stellwänden zur Verfügung, die nach vorheriger Rücksprache mit der Wettbewerbsleitung zur Verfügung gestellt werden können. Bitte setzen Sie sich insbesondere dann mit den Organisatoren in Verbindung, wenn sie z.B. Video- oder Rauminstallationen mit einem erhöhten technischen Aufbauaufwand präsentieren möchten.
  • Können die Arbeiten auch per Post an die Wettbewerbsleitung geschickt werden? Die Anlieferung wie auch der Abtransport ist vom Wettbewerbsteilnehmer persönlich oder von einem hierzu bevollmächtigten Dritten durchzuführen, da wir für Schäden im Zuge des Transports keine Verantwortung übernehmen können.

    Sollten sie sich z.B. lediglich mit einer CD/DVD bewerben wollen, können sie diese gerne an oben genannte Adresse schicken.

    Alle sonstigen auf dem Postweg eingesandte Wettbewerbsarbeiten genießen keinen Versicherungsschutz.

    Nach dem Wettbewerb nicht fristgerecht abgeholte Arbeiten werden zu Lasten des Wettbewerbsteilnehmers zurückgesandt.
  • Wie erfahre ich, ob ich am Wettbewerb teilnehmen kann oder ob ich gewonnen habe? Nach Einsendung des korrekt ausgefüllten Bewerbungsformulars nehmen Bewerberinnen und Bewerber automatisch am Wettbewerb der ersten Runde teil. Falls Sie die Endrunde des Wettbewerbs erreicht haben, werden Sie nach Brühl eingeladen, um dort Ihre Originalarbeiten (mit denen Sie sich beworben haben) zu präsentieren. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Endrunde bestimmt dann die Jury die Stipendiaten oder den Stipendiaten.

    Wenn die Jury ihre Entscheidung getroffen hat, informiert sie die Preisträgerin bzw. den Preisträger umgehend telefonisch sowie per E-Mail über ihre Entscheidung. Sollten Sie keinen Anruf erhalten, möchten wir Sie bitten, ihre Arbeiten in jedem Fall zum angegebenen Zeitpunkt wieder in Brühl abzuholen.
  • Arbeiten in jedem Fall zum angegebenen Zeitpunkt wieder in Brühl abzuholen.

Idee und Geschichte des Preises

 

Das Stipendium wurde im Jahre 1971 erstmals aus der Hand von Max Ernst an den Brühler Künstler Hans-Peter Ibrom verliehen. Nachdem der am 2. April 1891 in Brühl geborene Bildhauer, Grafiker und Dichter Max Ernst die Ehrenbürgerschaft der Stadt Brühl mit dem Hinweis abgelehnt hatte, dieser Titel sei \\\"mit seinem Denken, Handeln und Betragen nicht vereinbar\\\", ersann die Stadtverwaltung einen anderen Weg, den Künstler zu ehren. Mit der Zustimmung des Künstlers rief die Stadt Brühl anlässlich des 80. Geburtstags von Max Ernst im Jahre 1971 eine Stiftung zur Förderung junger, sich noch in der Ausbildung befindlicher Künstlerinnen und Künstler ins Leben. Der erste Preisträger, Hans-Peter Ibrom aus Brühl, nahm seine Urkunde aus der Hand von Max Ernst entgegen, der sich aus Anlass der Einweihung des Max Ernst Brunnens vor dem Brühler Rathaus am 15. Mai 1971 in Brühl aufhielt.

Waren es zunächst Künstlerinnen und Künstler aus Brühl und dem Brühler Umland, die den Preis zuerkannt bekommen haben, so wandelte sich das Max Ernst-Stipendium im Laufe der Jahre zu einem Förderpreis mit internationalem Bewerberinnen- und Bewerber-Kreis. In der Wahl ihrer künstlerischen Mittel und Themen sind die Kunstschaffenden vollkommen frei.

Seit 1990 übernimmt die Stadt Brühl zudem die Aufgabe jährlich den \\\"Joseph und Anna Fassbender-Preis für Handzeichnung und Grafik\\\" auszuloben.

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Preisträgerinnen und Preisträger der letzten 49 Jahre. Zudem können Arbeiten sämtlicher Stipendiatinnen und Stipendiaten im Brühler Rathaus A (1.-3. OG) besichtigt werden.

1971 Hans-Peter Ibrom, Brühl
1972 Hans Geulig, Wesseling †
1973 Wilfried Dörstel, Brühl
1974 Felicitas Redmer, Brühl †
1975 Hans-Günter Obermaier, Köln
1976 Norbert Conzen, Hürth
1977 Thomas Jahn, Bergisch Gladbach
1978 Hildegard Schöneck, Börtlingen
1979 Andreas Schulze, Düsseldorf
1980 Volker Tannert, Düsseldorf
1981 Bernd Jünger, Düsseldorf
1982 Joan Jacob, Düsseldorf
1983 Wilhelm Valder, Troisdorf
1984 Jörg Eberhard, Düsseldorf u. Stefan Laskowski Aachen
1985 Bettina Mauel, Köln
1986 Andreas Rein, Bad Honnef
1987 Martin Noël, Bonn †
1988 Gert Brenner, Düsseldorf
1989 Antonia Deitmar, Neuenkirchen
1990 Alexander Schlieffen, Köln
1991 Georg Voß, Münster
1992 Vera Leutloff, Düsseldorf
1993 Elizabeth Weckes, Münster
1994 Matthias Meyer, Düsseldorf
1995 Harald Hofmann, Düsseldorf
1996 Stephanie Niesner, Nürnberg
1997 Cornelius Völker, Düsseldorf
1998 Annedore Dietze, Berlin
1999 Bernd Schwarting, Berlin
2000 Frank Jebe, Düsseldorf
2001 Laurenz Berges, Düsseldorf
2002 Thorsten Hallscheidt, Karlsruhe
2003 Eva Weymann, Düsseldorf
2004 Helga Schmidhuber, Düsseldorf
2005 Franziska Klotz, Berlin
2006 Patrick Niemann, Köln
2007 Daniela Löbbert, Münster
2008 Sabrina Haunsperger, Düsseldorf
2009 Bettina Marx, Münster
2010 Natascha Schmitten, Düsseldorf
2011 Katharina Schilling, Leipzig
2012 Theresia Tarcson, Köln
2013 Louisa Clement, Bonn
2014 Alwin Lay, Düsseldorf
2015 Sophie Schweighart, Hamburg
2016 Valentin Hennig, Stuttgart
2017 Serena Alma Ferrario, Braunschweig
2018 Lina Augustin, München

2019 Mona Schulzek

 

 

Preisträgerin 2019: Mona Schulzek

Die 1992 in Moers geborene und in Düsseldorf lebende Fotografin Mona Schulzek hat von 2012 bis zu ihrem Abschluss 2017 die ecosign/Akademie für Gestaltung, Fotografie (Doz. Thomas Zika) in Köln besucht. Seitdem studiert sie Freie Kunst an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Gregor Schneider.

 

Jurybegründung„

Das grundlegende Thema der konzeptuellen Arbeiten von Mona Schulzek ist die mediale Vermittlung und Inszenierung von Räumen. Die Künstlerin nutzt Teile von Wirklichkeit, um sie unter Verwendung verschiedener handwerklicher und medialer Prozesse zu befragen, zu transformieren und das Resultat zu einer neuen, irritierenden Wirklichkeit werden zu lassen. Heterogene Werkstrategien formen mittels partizipativer Vorgehensweisen die persönlich erfahrene Realität zu einem erweiterten Raumbegriff um, bei dem Fiktion und Realität ununterscheidbar werden.

Adresse

Max Ernst Museum
Comesstraße 42
50321 Brühl

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